Übe lauschen. Das Ohr ist dem Herzen näher als das Auge.

Luft


Die Luft brauchen wir zum Atmen, ohne Sauerstoff kein Leben. Oft ist in alten Schöpfungsmythen vom "göttlichen Atem" die Rede, der einem Lebewesen eingehaucht wird. Luft ist überall um uns herum. Sie hat kein Gewicht und keine Gestalt.

Sie ist das Sinnbild für unendliche Weite und Freiheit. Gedanken sind frei, heißt es. Dem Element Luft sind also die Welt der Gedanken zugeordnet, der Intellekt, der Verstand, das Ego sowie die Welt der Ideen, Pläne und Visionen - all das, was noch keine Gestalt angenommen hat. In der Magie (und nicht nur dort) steht sie also für den Anfang eines Rituals, sowie für Reinigung durch Räuchern und natürlich für die Magie selbst - das Hantieren mit Energien. Luft hat die kühle Frische des Morgens, des Frühlings, der Jugend. Erneuerung ist ihre Kraft und ihre Energie geht von oben nach unten, daher wird ihr oft auch der Blitz zugeordnet - der Initiationsfunke, die göttliche Eingebung.

Zur Luft gehören die Düfte ebenso wie giftige Dämpfe, die sanften Brisen ebenso wie zerstörende Wirbelstürme, summende Bienen, schwirrende Falter, schwebende Falken, sowie herabstürzende Raubvögel, liebliche Klänge ebenso wie Geräusche. Die Luft ist leicht und wild, sie kann einen schweben lassen, abheben, streicheln, aber auch schütteln, niederdrücken und fortreißen. Mit dem Element Luft kann man Luftschlösser bauen, exakte Pläne machen, umherschweifen und entdecken oder alles in Rauch aufgehen lassen - vom Winde verweht, wird das Haus, das auf Sand gebaut ist. Mit Luft kann man über den Wolken schweben (oder über die Tanzfläche) und Gleitschirm fliegen oder Bungee-Springen - das Gefühl des absoluten Loslassens erfahren.

Die Göttin Athene ist hier angesiedelt (Intellekt), Aurora, die Göttin der Morgenröte (Jugend), aber auch Artemis, als Königin der Amazonen und ihrer Schwertkraft.


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